Was ist ein NAS?
Network Attached Storage verstehen - zentrale Datenspeicherung fuer Zuhause und Unternehmen.
💡 Schritt 1: NAS einfach erklaert
NAS steht fuer Network Attached Storage - ein Speichergeraet, das ueber das Netzwerk erreichbar ist.
Stell dir ein NAS vor wie eine externe Festplatte fuer alle:
- Alle Geraete im Netzwerk koennen darauf zugreifen
- Dateien sind zentral gespeichert, nicht auf einzelnen PCs
- Laeuft 24/7 und ist immer verfuegbar
- Bietet Datensicherheit durch RAID (mehrere Festplatten)
Vergleich
Externe Festplatte
1 Geraet, 1 Benutzer
NAS
Netzwerk, mehrere Benutzer
Cloud-Speicher
Internet, Drittanbieter
🎯 Schritt 2: Wofuer braucht man ein NAS?
Zentrale Dateiablage
Dokumente, Fotos, Videos an einem Ort. Kein Suchen auf verschiedenen Geraeten.
Backup-Ziel
Automatische Backups von PCs, Laptops und Smartphones auf das NAS.
Medienserver
Filme und Musik streamen auf Smart-TV, Tablet oder Handy (z.B. mit Plex/Jellyfin).
Dateisynchronisation
Eigene Cloud mit Nextcloud - wie Dropbox, aber selbst gehostet.
Ueberwachung
Aufnahmen von IP-Kameras zentral speichern und verwalten.
Teamarbeit
Gemeinsamer Zugriff auf Projektdateien im Buero oder Homeoffice.
⚖️ Schritt 3: NAS vs. Cloud-Speicher
| NAS | Cloud (Dropbox, Google Drive) | |
|---|---|---|
| Kontrolle | Volle Kontrolle | Drittanbieter |
| Kosten | Einmalig (Hardware) | Monatlich (Abo) |
| Speicher | Unbegrenzt erweiterbar | Limit je nach Tarif |
| Geschwindigkeit | LAN: 1-10 Gbit/s | Internet-Geschwindigkeit |
| Datenschutz | Daten bleiben lokal | Server im Ausland |
| Verfuegbarkeit | Lokal immer, extern via VPN | Ueberall mit Internet |
| Wartung | Selbst (Updates, Backups) | Anbieter uebernimmt |
Kombination moeglich
🖥️ Schritt 4: NAS-Hardware
Fertig-NAS (Empfohlen fuer Einsteiger):
- Synology: Sehr benutzerfreundlich, gute Software (DSM)
- QNAP: Mehr Funktionen, mehr Einstellmoeglichkeiten
- Asustor: Gutes Preis-Leistungs-Verhaeltnis
DIY-NAS (Mehr Kontrolle):
- TrueNAS: Enterprise-Features, ZFS, Open Source
- Unraid: Flexibel, Docker-Support, einfache Oberflaeche
- OpenMediaVault: Debian-basiert, leichtgewichtig
Hardware-Empfehlung Heimgebrauch
| CPU: | Intel Celeron/Pentium oder ARM |
| RAM: | 4-8 GB (mehr fuer ZFS) |
| Festplatten: | 2-4 x NAS-HDDs (WD Red, Seagate IronWolf) |
| Netzwerk: | 1 Gbit/s (2.5G oder 10G fuer mehr Speed) |
NAS-Festplatten verwenden
📚 Schritt 5: Wichtige Begriffe
RAID
Redundant Array of Independent Disks. Mehrere Festplatten werden kombiniert fuer Ausfallsicherheit und/oder Geschwindigkeit.
SMB/CIFS
Netzwerk-Protokoll fuer Dateifreigaben. Windows, Mac und Linux koennen damit auf das NAS zugreifen.
NFS
Network File System. Protokoll hauptsaechlich fuer Linux/Unix-Systeme.
iSCSI
Das NAS stellt Speicher als virtuelle Festplatte bereit (Block-Level). Fuer VMs und spezielle Anwendungen.
ZFS
Fortschrittliches Dateisystem mit Checksummen, Snapshots und Self-Healing. Ideal fuer wichtige Daten.