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Was ist ein NAS?

Network Attached Storage verstehen - zentrale Datenspeicherung fuer Zuhause und Unternehmen.

⏱️ 10 Minuten 📊 Einfach
💡 Schritt 1: NAS einfach erklaert +

NAS steht fuer Network Attached Storage - ein Speichergeraet, das ueber das Netzwerk erreichbar ist.

Stell dir ein NAS vor wie eine externe Festplatte fuer alle:

  • Alle Geraete im Netzwerk koennen darauf zugreifen
  • Dateien sind zentral gespeichert, nicht auf einzelnen PCs
  • Laeuft 24/7 und ist immer verfuegbar
  • Bietet Datensicherheit durch RAID (mehrere Festplatten)

Vergleich

Externe Festplatte

1 Geraet, 1 Benutzer

NAS

Netzwerk, mehrere Benutzer

Cloud-Speicher

Internet, Drittanbieter

🎯 Schritt 2: Wofuer braucht man ein NAS? +
📁

Zentrale Dateiablage

Dokumente, Fotos, Videos an einem Ort. Kein Suchen auf verschiedenen Geraeten.

💾

Backup-Ziel

Automatische Backups von PCs, Laptops und Smartphones auf das NAS.

🎬

Medienserver

Filme und Musik streamen auf Smart-TV, Tablet oder Handy (z.B. mit Plex/Jellyfin).

🔄

Dateisynchronisation

Eigene Cloud mit Nextcloud - wie Dropbox, aber selbst gehostet.

📷

Ueberwachung

Aufnahmen von IP-Kameras zentral speichern und verwalten.

🏢

Teamarbeit

Gemeinsamer Zugriff auf Projektdateien im Buero oder Homeoffice.

⚖️ Schritt 3: NAS vs. Cloud-Speicher +
NAS Cloud (Dropbox, Google Drive)
Kontrolle Volle Kontrolle Drittanbieter
Kosten Einmalig (Hardware) Monatlich (Abo)
Speicher Unbegrenzt erweiterbar Limit je nach Tarif
Geschwindigkeit LAN: 1-10 Gbit/s Internet-Geschwindigkeit
Datenschutz Daten bleiben lokal Server im Ausland
Verfuegbarkeit Lokal immer, extern via VPN Ueberall mit Internet
Wartung Selbst (Updates, Backups) Anbieter uebernimmt
💡

Kombination moeglich

Viele nutzen beides: NAS fuer lokale Daten und schnellen Zugriff, Cloud fuer Off-Site-Backup oder Dateien, die unterwegs benoetigt werden.
🖥️ Schritt 4: NAS-Hardware +

Fertig-NAS (Empfohlen fuer Einsteiger):

  • Synology: Sehr benutzerfreundlich, gute Software (DSM)
  • QNAP: Mehr Funktionen, mehr Einstellmoeglichkeiten
  • Asustor: Gutes Preis-Leistungs-Verhaeltnis

DIY-NAS (Mehr Kontrolle):

  • TrueNAS: Enterprise-Features, ZFS, Open Source
  • Unraid: Flexibel, Docker-Support, einfache Oberflaeche
  • OpenMediaVault: Debian-basiert, leichtgewichtig

Hardware-Empfehlung Heimgebrauch

CPU: Intel Celeron/Pentium oder ARM
RAM: 4-8 GB (mehr fuer ZFS)
Festplatten: 2-4 x NAS-HDDs (WD Red, Seagate IronWolf)
Netzwerk: 1 Gbit/s (2.5G oder 10G fuer mehr Speed)
⚠️

NAS-Festplatten verwenden

Normale Desktop-HDDs sind nicht fuer 24/7 Betrieb ausgelegt. NAS-HDDs (WD Red Plus, Seagate IronWolf) sind zuverlaessiger und leiser.
📚 Schritt 5: Wichtige Begriffe +

RAID

Redundant Array of Independent Disks. Mehrere Festplatten werden kombiniert fuer Ausfallsicherheit und/oder Geschwindigkeit.

SMB/CIFS

Netzwerk-Protokoll fuer Dateifreigaben. Windows, Mac und Linux koennen damit auf das NAS zugreifen.

NFS

Network File System. Protokoll hauptsaechlich fuer Linux/Unix-Systeme.

iSCSI

Das NAS stellt Speicher als virtuelle Festplatte bereit (Block-Level). Fuer VMs und spezielle Anwendungen.

ZFS

Fortschrittliches Dateisystem mit Checksummen, Snapshots und Self-Healing. Ideal fuer wichtige Daten.

Haeufige Fragen

Wie viel Speicher brauche ich?
Faustregeln: Heimanwender 4-8 TB, Foto-/Videosammlung 8-20 TB, Unternehmen ab 20 TB. Plane 20-30% Reserve ein. Mit RAID verlierst du je nach Level Kapazitaet (z.B. 50% bei RAID 1).
Ist ein NAS laut?
Fertig-NAS sind meist leise (Luefter + HDDs). Im Wohnzimmer stoert es selten. SSDs sind noch leiser, aber teurer. Fuer Schlafzimmer ggf. einen anderen Standort waehlen.
Wie viel Strom verbraucht ein NAS?
Ein 2-Bay NAS verbraucht ca. 15-25 Watt im Betrieb, im Standby weniger. Bei 20W und 24/7 sind das ca. 175 kWh/Jahr (etwa 50-60 Euro).
Kann ich von unterwegs auf mein NAS zugreifen?
Ja! Per VPN (sicher) oder ueber Hersteller-Apps (Synology QuickConnect, QNAP myQNAPcloud). Wir empfehlen VPN fuer mehr Sicherheit und Kontrolle.